Steinzeit bis 1987


Unsere Heimat ist alter Kulturboden, und Funde aus der näheren Umgebung (Stillfried) weisen bis in die ältere Steinzeit zurück.
In der Bronzezeit siedelten hier die Illyrer.
Um 400 v. Chr. kamen die Kelten in unser Gebiet, die sich um 40 v. Chr. mit den Germanen zu vermischen begannen.
15 v. Chr. drangen die Römer bis zur Donau vor. Es gelang ihnen aber nicht, nördlich der Donau Fuß zu fassen.
161 – 180 kam es zu erbitterten Kämpfen zwischen den verbündeten Quaden und Markomannen (zwei Germanenstämme) gegen die Römer. Nur mit Aufbietung aller Kräfte konnte Marc Aurel die Germanen wieder über die Donau zurückdrängen. Später siedelten um
250 die Gepiden, ein Gotenstamm, in unserem Raum.
Kurze Zeit waren die Hunnen Herren in unserem Lande. Nach dem Tode Attilas,
453 zogen sich die Hunnen wieder nach Osten zurück.
Bald danach durchzogen germanische Heerscharen (Heruler, Rugier, Bajuwaren) unter Odoaker das Donauland auf dem Weg nach Italien.
476 Ende des Weströmischen Reiches.
Bei uns siedelten die Heruler, die
512 von den Langobarden geschlagen wurden. In der Folgezeit nahmen die Langobarden das linke Donauufer in Besitz.
569 wanderten die Langobarden nach Oberitalien weiter und überließen den Awaren das Land.
Die Awaren waren ein wildes Reitervolk und unternahmen Raubzüge bis nach Thüringen. Sie unterwarfen auch die Slawen, die in den von den Ostgoten verlassenen Gebieten siedelten.
769 wurden die Awaren von Karl dem Großen, seinem Sohn Pippin und dem Grafen von Friaul vernichtend geschlagen und ihre Hauptfestung jenseits der Theiß zerstört.
Karl der Große gründete zum Schutz gegen die asiatischen Reitervölker iene Mark (befestigtes Grenzland), die spätere Ostmark. Erster Markgraf war Gerold, ein Schwager Karls des Großen.
Ca. 100 Jahre später stürmte ein neuer Feind aus dem Osten heran: Die Magyaren.
907 besiegten sie ein bayrisch-fränkisches Heer bei Preßburg und drangen weiter nach Westen bis an die Enns vor. Die Enns wurde die Reichsgrenze.
955 schlug Otto der Große die Magyaren auf dem Lechfeld vernichtend und drängte sie in die pannonische Tiefebene zurück. Er stellte die Ostmark wieder her und erster Markgraf wurde Burkhard. Als dieser im Kampf gegen die Magyaren fiel, belehnte Otto den Babenbergergrafen Luidpold I. (Leopold I.) mit der Ostmark (östliche Grenze war die Traisen)
996 wurde der Name “OSTARRICHI” erstmals urkundlich erwähnt.
1018 -1055 wurde der Ausbau des babenbergischen Österreichs unter Adalbert dem Siegreichen abgeschlossen.
In Kämpfen gegen die Böhmen und Ungarn wurde die Grenze bis Thaya, March und Leitha vorgeschoben. In der Folge wurde das neu gewonnene Grenzland von den Babenbergern in die Ostmark eingegliedert. Aus allen deutschen Ländern, vor allem aus Bayern, Franken, Sachsen und Schwaben, wurden Ansiedler ins Land geholt.
1075 gewann Ernst der Tapfere das nördliche Waldviertel.
1096 1. Kreuzzug (Viele Gruppen zogen in der Folgezeit entlang der Donau über Konstantinopel zu den heiligen Stätten der Christen) 7. und letzter Kreuzzug 1270.
1137 schenkte Adalbert, ein Sohn Leopold des Heiligen, dem Stift Klosterneuburg eine Ortschaft, genannt Götzendorf, bestehend aus 17 Lehen und 6 Hofstätten.
1146 am 27. Dezember bestätigte Papst Eugen III. dem Stift Klosterneuburg seine Privilegien. Auch darin wurde Götzendorf erwähnt.
1250 Um diese Zeit wurden die romanischen Teile der Spannberger Kirche, ebenso Teile der Waidendorfer Kirche und die alten Kirchen von Stillfried und Jedenspeigen mit Sandsteinen aus dem Steinbruch von Götzendorf errichtet.
1258 Urbar 1 (Bücher, die die großen Klöster unseres Landes anlegten, um eine Übersicht über alle Zehent-zahlenden Bauerngüter ihrer verstreuten Bestiftungen zu haben). Diese Urbare wurden zum Vorläufer unserer heutigen Grundbücher, da sie immer mehr als Grundausweise der Bauern herangezogen wurden. Die Größe eines Ganzlehens war vorerst in jedem Ort gleich: Sie betrug 32 Joch = 18,2 ha, und bildete an und für sich eine untrennbare Einheit. Es durfte in Halblehen und in Ausnahmefällen in Viertellehen geteilt werden. Ab 1868 wurde diese Bestimmung aufgehoben.
1264 fiel der Babenbergerherzog Friedrich der Streitbare gegen die Ungarn in der Schlacht an der Leitha. Ende der Babenbergerherrschaft in Österreich. Der Markgraf von Mähren, Premysel Ottokoar, besetzte das Land.
1278 Schlacht bei Dürnkrut und Jedenspeigen. Rudolf von Habsburg besiegte Ottokar, welcher in der Schlacht den Tod fand.
1282 wurden Rudolfs Söhne, Albrecht und Rudolf, mit Österreich belehnt (Beginn der Habsburgerherrschaft in Österreich – Ende 1918)
1327 schenkte Herzog Friedrich der Schöne mit Zustimmung seiner Brüder Otto und Adalbert dem ersten Prior von Mauerbach, Gottfried, das Herrschaftsschlösschen Velm samt dem dazugehörigen Besitz.
1352 verkaufte Irnfriede von Clement den Steinbruch von Götzendorf an den Pfarrer von Jedenspeigen.
1366 am 2. November verpfändeten Konrad von Velben und Hans von Jedenspeigen dem Wiener Juden David von Stuzzen ihren Hof in Velm.
1376 forderte Ulrich von Pergau, Hofrichter zu Österreich, die Herausgabe des Steinbruchs an das Stift Klosterneuburg, den sich Rüger von Zelking widerrechtlich angeeignet hatte.
1402 wurde Zistersdorf von den Söldnerführern Sokos und Dürnteufel überfallen und ausgeraubt.
1439 Tod des Landesfürsten von Österreich. Nach seinem Tod wurde Niederösterreich und damit auch unsere Heimat von Bürgerkriegen, schließlich auch von Eroberungskriegen durch den Ungarnkönig Matthias Corvinus heimgesucht.
1477 zog Ungarnkönig Corvinus wegen Geldforderungen nach Wien und hielt es bis 1490 besetzt. In dieser Zeit verschwanden Gerlos, Wieden, Neusiedl und Ebersdorf (Orte in unserer Umgebung).
1512 war Götzendorf der Kirche in Waidendorf (Pfarre Stillfried) zugeteilt. Matzen war ab diesem Jahr Sitz des Landgerichtes. Erstes überliefertes Banntaiding: Banntaiding – Gerichtssitzung. Ein Taiding wurde dreimal im Jahr und in dringenden Fällen einberufen. Den Vorsitz führte der Richter. Die Befugnisse eines Dorfrichters entsprechen etwa dem heutigen Richter eines Gerichtsbezirkes. (Ein Handwerker zum Beispiel, der im Dorf seinem Beruf nachgehen und Rechte in der Gemeinde auch für sich beanspruchen wollte, musste sich diese beim Richter um 2 Denare “zukaufen”).
1514 wurde im Urbar aus diesem Jahre zum erstenmal die Sommerzeil genannt, die neue Zeile wurde Winterzeil genannt.
1529 1. Türkenbelagerung Wiens durch Sultan Solimann mit 300.000 Mann und 300 Kanonen. Bei Streifzügen werden die Türken wahrscheinlich bei uns ebenfalls Schaden angerichtet haben. Urkundlich sicher nachweisbar ist solcher in Spannberg und Niedersulz und anderen Gemeinden. Auf der Saag gab es damals 42 Viertel-Weingärten.
1575 hat der Weinbau in unserer Gegend eine beachtliche Größe angenommen.
1580 Ansiedlung von Kroaten in unserer Heimat (Flucht vor den Türken).
1590 hat das Stift Klosterneuburg in Götzendorf 44, Siegfried von Landau aus Dürnkrut 10, Andreas Teufel von Bockfließ 3, Ludwig von Schönkirchen 1, Stift Heiligenkreuz 1, Bürgerspital Wien 1 Hof, zusammen 60 Häuser.
In Velm: Sigmund von Laudau 25, Domkapitel zu St. Stephan in Wien 1 (die Mühle), Kloster Mauerbach 1 Hof und 1 Haus am Harmerhofgemandt, Stift Klosterneuburg 1, zusammen 29 Häuser.
1595 fand sich im Grundbuch der Herrschaft Ebenthal und Dürnkrut die erste Grenzbeschreibung der Gemeinde Velm.
1600 wurde eine Grenzbeschreibung der Gemeinde Götzendorf durchgeführt, ferner eine Beschreibung der Dorfweiden.
1605 wurden die Bewohner unseres Dorfes von aufständischen Ungarn und Tartaren überfallen und beraubt. Zirka 60 Personen wurden dabei erschlagen und andere verschleppt.
1607 fand in Götzendorf ein Banntaiding statt. Über die Spannberger wurde Beschwerde geführt, dass sie lieber ins Wirtshaus statt zur Gerichtssitzung gingen.
1617 Freiherr von Landau, ein Protestant, machte dem Stift Klosterneuburg das Straßfeld streitig. Viele Adelige und Fürsten traten damals der Lehre Luthers bei, weil ihnen dadurch die Einziehung des Kirchengutes (Jäcularisation) gestattet war und sie sich dadurch bereichern konnten.
1618 Beginn des 30jährigen Krieges.
1619 Einfall der Mährer. Die Bewohner von Götzendorf erlitten großen Schaden.
1620 Einfall der Polen.
1621 Einfall der Ungarn. Viele Häuser wurden niedergebrannt, Vieh verschleppt usw.
1622 Götzendorfer Untertanen des Stiftes mussten für die Offiziere und Mannschaften des Oberst Collareto 80 Gulden zahlen. Am 4. Juli brandschatzten 6 Reiter aus Mutwillen Götzendorf.
1630 am 18. April, schrieben Richter und Geschworene an das Stift Klosterneuburg wegen Ausmessung der umstrittenen Felder im Straßfeld.
1641 gibt es laut Aufzeichnung des Stiftes Klosterneuburg in Götzendorf 26 bewohnte und 19 unbewohnte Häuser (30jähriger Krieg)
1645 litten die Bewohner unserer Gegend stark unter den Einfällen und Plünderungen durch die Schweden. In Hohenau war das Hauptquartier des schwedischen Generals Torstenson, in Drösing sammelten sich versprengte Teile des kaiserlichen Heeres.
1648 Ende des 30jährigen Krieges.
1653 wurde das strittige Straßfeld besichtigt und eine Beschreibung vorgenommen
Auf dem Hausberg wurde ein Glockenstuhl samt Glocke errichtet (Vorläufer unseres Kirchturmes).
1656 gingen die Güter der Herrschaft Ebenthal und Dürnkrut in Velm und Götzendorf in den Besitz der Herrschaft Matzen über.
1672 Bericht des Richters von Götzendorf and das Stift Klosterneuburg: Das strittige Straßfeld hatte bereits ein Menschenleben gekostet. Ein Bedienter der Herrschaft Dürnkrut hatte durch einen Kopfschuss einen Götzendorfer getötet.
1677 bat die ganze Gemeinde Götzendorf den Propst von Klosterneuburg um Schutz gegen die Willkür der Herrschaft Dürnkrut im strittigen Straßfeld.
1683 2. Türkenbelagerung; Am 24. September kündigten Warnfeuer das Herannahen der Türken an. Sie kamen mit den Ungarn unter dem Grafen Tököly bei Angern über die March. Die Leute unserer Gegend versteckten sich und ihr Habe in Erdställen, um sich vor Plünderungen und Verschleppungen durch die Türken zu schützen.
1688 am 31. März wurden der große Teich und der kleine Teich in Velm völlig ausgefischt.
1698 wurde ein Vergleich zwischen der Herrschaft Dürnkrut und dem Stift Klosterneuburg im Streitfall Straßfeld geschlossen.
1706 berichtete der Pfarrer unserer Mutterpfarre Stillfried, dass die Kuruzzen die March übersetzt hätten und in unserem Gebiet lagerten. Am 7. September eroberten sie Zistersdorf, nachdem sie vorher Dürnkrut zerstört hatten.
1709 ließ der Müllermeister Ferdinand Blanner bei der ehemaligen Kleinen Mühle eine Statue errichten (steht an der Kreuzung Hauptstraße, Landstraße, Loidesthalerstraße und Oberer Damm).
1721 Müllermeister Blanner ließ eine Tafel an der Mauer der Kleinen Mühle anbringen (Torpfeiler der heutigen Villa).
1733 wurde im Banntaiding Beschwerde geführt, dass die Weingärten zu weit auf den Weg hinaus ausgesetzt wurden.
1737 Im Banntaiding wurde angeordnet, dass während des Gottesdienstes nichts ausgeschenkt werden dürfe (unter Androhung von Strafe). Beschwerde: Die Götzendorfer stehen während des Gottesdienstes immer außerhalb der Kirche.
1738 Besichtigung des Freihofes (Schloss) Velm durch den Prior von Mauerbach.
1739 Im Banntaiding: Kein Bauer darf mit Flinten oder Hunden auf die Jagt gehen.
1741 am 20. Februar stand der König von Preußen vor Nikolsburg (7jähriger Krieg 1740-1747). Bei uns herrschten die Pocken.
1750 wurden bei uns 92 Wohnhäuser verzeichnet.
1751 kam im Banntaiding zur Sprache, dass der Wirt immer Schule gehalten hatte. Jetzt mussten die Kinder nach Waidendorf in die Schule gehen.
1755 Beschluss im Banntqaiding; Sämtliche Strafgelder werden für den Bau einer Kapelle verwendet
Wer früher mit der Weinlese beginnt, muss Strafe zahlen.
1758 Götzendorf und Velm wurden der Pfarre Ebenthal zugeteilt.
1762 wurden 6.000 Stück Dachziegel für die Pfarrkirche Spannberg vom Velmer Ziegelofen geholt. (1. Erwähnung des Velmer Ziegelofens).
1763 Bau der Kapelle ohne Erlaubnis begonnen und musste abgebrochen werden.
1766 Ersuchen an den Pfarrer von Ebenthal um die Bewilligung des Baues einer Kapelle in Götzendorf.
1767 am 18. November erfolgte die Baubewilligung. Im Banntaiding: Ledige Burschen haben das Herumschwärmen, Spielen und Saufen im Sommer um 10 Uhr, im Winter um 9 Uhr einzustellen. Sitz und Stimme im Banntaiding wurden auf Antrag der Bauern den Kleinhäuslern aberkannt.
1772 war der Bau der Kapelle vollendet.
1773 wurde in Götzendorf eine Grundschule erreichtet. Der Unterreicht fand bis 1784 auf dem Schüttkasten des Wirtschaftshofes Deubner statt. Ab 1785 wurde im Pfarrhof unterrichtet. Erster Lehrer war Adam Dunst.
1774 Das Ansuchen um einen eigenen Pfarrer wurde abgelehnt, da der Pfarrer aus Ebenthal dagegen war.
1775 wehrte sich der Dorfrichter Simon Neschütz gegen den Robot und wurde deshalb abgesetzt.
1778 war der Turmbau vollendet. Die Glocke wurde montiert und bis 1784 kamen noch 2 weitere Glocken hinzu. Die Steine für diesen Bau wurden aus dem hiesigen Steinbruch geholt.
1781 Im Banntaiding baten die Gemeindeausschussmitglieder um die Anstellung eines eigenen Schullehrers.
1783 Brand in Velm: Ansuchen um Feuerlöschgeräte. Diese wurden bewilligt, ebenso eine Feuerspritze.
1784 wurde die Errichtung einer Pfarre in Götzendorf genehmigt. Erster Pfarrer war Rochus Magner. Es fand auch die Grundsteinlegung des hiesigen Pfarrhofes statt.
1786 In Velm stehen 56 und in Götzendorf 124 Häuser.
1787 Im Banntaiding beklagt der Richter, dass die Götzendorfer bis 2 Uhr früh in Velm saufen.
1790 Der Verwalter des Schlosses berichtet, dass das Toskana Infanterieregiment im Schloss ein Regimentsspital einrichten wolle.
1803 fiel halb Götzendorf samt eingebrachter Ernte einem Brand zum Opfer.
1808 Napoleon im Schloss Angern. Kirchensilber musste abgeliefert werden. Die Landbevölkerung wurde durch Lebensmittellieferungen und Zahlung an das französische Heer schwer belastet.
1810 sollte die Pfarre Götzendorf aufgelassen werden. Die beiden Gemeinden steuerten deshalb ab diesem Jahr zum Unterhalt des Pfarrers bei.
1824 wurde die Vergrößerung der Pfarrkirche Götzendorf in Angriff genommen und am 5. August ihrer Bestimmung übergeben. Das Schloss Velm erwarb Fürst Kohary.
1830 ging das Schloss Velm in den Besitz von Sachsen-Coburg-Gotha über, und zwar durch Heirat.
1831 Kirchenstiege wurde erneuert – Velmer weigerten sich mitzumachen.
1834 lebten in Götzendorf 157 Familien: 345 männliche, 372 weibliche Personen und 167 Kinder, in Velm lebten 67 Familien: 150 männliche, 167 weibliche Personen und 37 Kinder.
1835 Brand, dem halb Velm und Götzendorf zum Opfer fiel, beinahe die ganze Winterzeile. Die Häuser wurden dort nun näher an den Hausberg gelegt.
1837 legte die Gemeinde Götzendorf gegen das der Herrschaft Prinzendorf zugesprochene Schankrecht Berufung ein.
1838 wurde die Nordbahn bis Gänserndorf gebaut.
1839 fuhr die Nordbahn bis Brünn.
1841 wurde der Kirchturm erhöht und dessen Dach erneuert (zum letzten Mal wurden Steine aus dem hiesigen Steinbruch verwendet).
1843 wurden die 14 Kreuzwegbilder angeschafft.
1844 wurde die Dürnkruter Zuckerfabrik gegründet. Auch aus unseren Orten gingen viele in die Kampagne nach Dürnkrut.
1847 wurde Kirche, Pfarrhof und Schule repariert. In unserer Gegend herrschte große Not durch Kartoffelfäule und Wucherer.
1848 Dieses Jahr brachte die Freiheit von der Grundherrschaft. Hans Kudlich, der Bauernführer, setzte durch, dass Zehent und Robot aufgehoben wurden. Regierungsbeginn Kaiser Franz Josephs: 1848-1916. Herzog Coburg sprach sich lobend über die Kirche aus. Am 13. und 14. Juli glich Götzendorf nach einem Unwetter einem See.
1849 Insgesamt fielen in diesem Jahr 86 Personen der Cholera zum Opfer.
1850 übernahmen nun die Gemeinden alle jene Angelegenheiten, die früher der Herrschaft zugestanden waren (außer Gerichtsbarkeit).
1858 Das eigentliche Velmer Schloss wurde abgetragen und der Ortsfriedhof wurde erweitert.
1860 Ankauf einer Feuerwehrspritze. Sie wurde bis 1894 im Gemeindegasthaus eingestellt. Wir gehörten bis 1889 zur BH Groß-Enzersdorf.
1863 wurde die Nord- und Südseite der Friedhofsmauer errichtet.
1865 Grundsteinlegung für das neue Schulhaus. Am 25. September wurde das Schulhaus eröffnet (das Geld stammte vom Stift Klosterneuburg, Arbeiten wurden von den Velmern und Götzendorfern geleistet, ebenso führten sie selbst den Transport des Baumaterials durch).
1866 Schlacht bei Königgrätz, Preußen marschierten in Österreich ein. Die wehrfähigen Männer aus Velm und Götzendorf versteckten sich in den Wolfsgründen aus Angst vor Zwangsrekrutierungen. Im Pfarrhof wurden 32 preußische Offiziere und Verpflegungsbeamte einquartiert. Insgesamt waren bei uns 6.000 Mann, 4.000 Pferde und 120 Kanonen. Die von den Preußen eingeschleppte Cholera forderte 60 Opfer.
1868 Die durch unseren Ort führende Straße wurde gebaut (Hauptstraße). Der Schotter dazu wurde aus unserer Schottergrube genommen.
1869 Das Reichsvolksschulgesetz wurde in Österreich eingeführt.
1872 wurde am Steinthalberg der Pfalzziegelofen errichtet.
1873 Sehr schlechte Ernte. Es gab zahlreiche Einbrüche und Lebensmitteldiebstähle. Bauern mussten Fleisch und Brot auswärts kaufen.
1874 fand der “Dreschmaschinenbrand” statt und richtete großen Schaden an; Blatternepidemie.
1876 29. August, ritt Kaiser Franz Joseph samt dem Generalstab ins Hauptquartier zu den großen Manövern zwischen Poysdorf und Feldsberg. Er kam aus Ebenthal und ritt nach Zistersdorf weiter.
1878 Volksschule wurde aufgestockt. Sie wurde nun 3-klassig geführt.
1884 Manöver in unserer Gegend. Im Pfarrhof wurde ein General und ein Oberst einquartiert.
1889 -1901 gehörten unsere Orte zur BH Floridsdorf-Umgebung.
1892 Am 21. Oktober wurde das Postamt der Bestimmung übergeben. Die Straße nach Ebenthal wurde gebaut.
1893 Die Raiffeisenkasse unseres Dorfes wurde durch Postmeister Johann Gass gegründet.
1894 Die FF von Velm und Götzendorf wurde gegründet. 1. Feuerwehrhauptmann war Jakob Seehofer. Die Pfarrkirche wurde mit Schindeln neu gedeckt.
1896 wurde der Friedhof vergrößert.
1901 wurde die BH Gänserndorf geschaffen, die die Gerichtsbezirke Matzen, Zistersdorf und Marchegg umfasst.
1902 wurde Velm und Götzendorf an den Telegrafenverkehr angeschlossen.
1904 wurde der Taschenveitelverein gegründet (jedes Mitglied war verpflichtet, bei der Begegnung mit einem anderen Mitglied den Taschenveitel zu zeigen; ansonsten Strafe).
1905 wurde aus dem Taschenveitelverein der katholische Burschenverein. Am 1. September wurde die 1. Milchgenossenschaft (Winterzeile) in Betrieb genommen, ebenso die Velmer Milchgenossenschaft.
1908 Straßenpflasterung in Velm und Götzendorf
1910 hat Götzendorf 807 Einwohner und Velm 445. Die 2. Milchgenossenschaft (Hauptstraße) wurde errichtet. Das Götzendorfer Treibhaus wurde gebaut.
1911 brannte die Kainz-Mühle (Kleine Mühle) ab (heute steht dort die Villa).
1912 wurde der Männergesangsverein Velm-Götzendorf gegründet. Bei den Lebensmitteln trat eine arge Verteuerung ein.
1913 Im August fanden im Gebiet von Loidesthal, Götzendorf, Ringelsdorf und Zistersdorf Artillerie-Scharfschießübungen statt. Die Pfarre Götzendorf kommt zum Dekanat Zistersdorf.
1914 stellte die Wiener Firma Gebrüder Riegler in der hiesigen Pfarrkirche die Orgel auf – 12. August Einweihung. 1. August: Beginn des 1. Weltkrieges.
1915 Der Bau des Dammes vom Gemeindegasthaus zur Ebenthalerstraße wurde mit Hilfe von 10 russischen Kriegsgefangenen durchgeführt. Der Gadlbrunnen wurde eingefasst.
1917 Die größte und kleinste Kirchenglocke wurde am 20. Jänner abgeliefert, am 5. Juli folgte die zweitgrößte Glocke. Eine Glocke verblieb am Kirchturm.
1918 Orgelpfeifen wurden abgeliefert. Am 3. November 1918 fand der Erste Weltkrieg sein Ende. Aus Velm fielen im Laufe des Ersten Weltkrieges 16 Mann, aus Götzendorf waren 26 Mann als gefallen oder vermisst gemeldet worden.
1919 Friede von St. Germain.
1921 Am 3. April fand die Weihe der 3 neuen Glocken statt. Ende Mai erfolgte Visitation und Firmung in Velm-Götzendorf durch Kardinal Piffl.
1922 Geldentwertung
1923 wurde am 3. Juni das Kriegerdenkmal enthüllt.
1924 wurde aus dem Veteranenverein der “Kameradschaftsverein ehemaliger Krieger” gegründet. Gründer: Josef Zehetner, Leopold Rohr und Eduard Andre.
1926 wurde das elektrische Licht in Velm-Götzendorf eingeleitet. Auch die Kirche erhielt elektrische Beleuchtung. Der Pfarrhof wurde trockengelegt und die Innenmalerei der Kirche wurde erneuert.
1927 stattete Bundeskanzler Dr. Ignaz Seipel unserem damaligen Pfarrer Krause einen Besuch ab (Studienkollegen).
1929 Gründung des Mädchenbundes.
1930 Die “Lucka” (Ebenthalerstraße) wurde gepflastert.
1931 Sulzbach wurde reguliert.
1934 Die Raiffeisenkasse baute ein neues Gebäude. 15. Februar Februarputsch: Gendarmerierayonsinspektor Wenzel Schuster wurde von Aufständischen erschossen (in Weikendorf) und am 17. Februar in Götzendorf begraben.
1935 Der Kirchturm wurde repariert und eine Turmuhr wurde ebenfalls montiert. In der Schottergrube Velm wurde eine Wohngrube entdeckt.
1938 12. auf 13. März: Einmarsch deutscher Truppen in Österreich. Österreich wird an das Deutsche Reich angeschlossen. Der katholische Burschenverein wurde aufgelöst.
1939 1. September. Beginn des Zweiten Weltkrieges – viele Männer unserer Orte rückten zur Wehrmacht ein.
1940 wurden über 50 Männer eingezogen.
1941 sehr kalter Winter, deshalb gab es vom 26. Jänner bis 16. März Kälteferien in der Schule.
1942 wurden am 2. Juli die Glocken aus der Pfarrkirche abgeholt.
1943 gab es in der Schule nur einen Lehrer für 122 Kinder.
1944 wurden 20 Kinder verschickt, teilweise von ihren Müttern begleitet. Es herrschte große Not an Heizmaterial – man hörte bereits das Dröhnen der Flugzeuge, die Wr. Neustadt und Wien bombardierten.
1945 Ende März ziehen endlose Kolonnen von Flüchtlingen gegen Westen. Auch die deutschen Truppen gingen zurück, dicht verfolgt von den sowjetischen Einheiten. Am 5. April nahm eine schwere Batterie am Anger Aufstellung. Obwohl der Befehl zur Evakuierung gegeben wurde, blieben die meisten Einwohner und versteckten sich in den Kellern. Sie hatten bereits große Teile ihrer Habe vergraben. Durch Fliegerangriffe gingen etliche Scheunen und Häuser in Flammen auf. Auch das Gemeindegasthaus fiel in diesen Tagen den Bomben zum Opfer. Am 10. April zogen die Deutschen aus Velm-Götzendorf ab und im Morgengrauen des 11. April kamen die ersten russischen Soldaten hierher. Da ihnen ihre oberste Führung freie Hand ließ, waren auch Plünderungen und Vergewaltigungen an der Tagesordnung. Auch fielen einige Dorfbewohner Erschießungen zum Opfer. In der Folgezeit gab es immer wieder Plünderungen, wobei sich aber auch Österreicher beteiligten, die mit den russischen Besatzungstruppen zusammenarbeiteten. Dabei gab es einige Ziviltote.
Von der russischen Besatzungsmacht wurde nun Johann Köberler zum “Starosta” (Bürgermeister) für Velm und Götzendorf bestimmt. Da dieser sich durch ständige Übergriffe verhasst machte, wurde er auf Betreiben der Bewohner von Götzendorf abgesetzt und Johann Pribitzer zum Gemeindevertrauensmann ernannt. Nach dem Mord an seinem Sohn wurde Johann Köberler verhaftet. In Velm wurde Leopold Starnberger in freier Wahl zum Bürgermeister gewählt.
Als gefallen und vermisst waren im Zweiten Weltkrieg 53 Personen zu beklagen (dazu wurden bereits die Ziviltoten gezählt).
1946 Im September wurde Herr Leopold Wayand zum Bürgermeister von Götzendorf gewählt. Anstelle des Totenhäusels wurde eine Aufbahrungshalle errichtet. Auch jetzt fanden noch Plünderungen durch russische Truppen statt.
1947 wurde der Pfarrsaal in ein Kino umgebaut.
1948 10. November Glockenweihe der 4 neuen Glocken; Heldenglocke 450 kg, Ton A, sie trägt die Inschrift “Den gefallenen Söhnen unserer Heimat.” Leopoldi-Glocke, 200 kg, Ton Cis, mit der Inschrift “Hr. Leopold bitte für uns.” Florianiglocke, 120 kg, Ton E, mit der Inschrift “St. Florian, bewahre uns vor Feuersgefahr” und die Glocke der Friedhofskapelle (Totenglöckl) mit 30 kg. Alle Glocken sind zinnfrei, um eine etwaige Ablieferung im Kriegsfalle zu unterbinden.
Am 27. April firmte Kardinal Innitzer über 40 Kinder.
1949 im Jänner kehrte Herr Johann Grünauer als letzter Velm-Götzendorfer aus der Kriegsgefangenschaft nach Hause zurück.
1950 Busunternehmer Karl Sitek eröffnete die Linie Waidendorf – Wien XX (Brigittaplatz).
1951 übernahm die Erzdiözese Wien die Pfarre Götzendorf. Damit fand die seit 1137 dauernde Bindung an das Stift Klosterneuburg ein Ende. Erster Pfarrer wurde Rudolf Dobosch.
An der Ebenthalerstraße wurde ein neues Zeughaus errichtet.
1952 unter kräftiger Mithilfe der Bevölkerung wurde am Anger ein Schwimmbad errichtet.
1953 wurde mit dem Bau des Kinos (heutiges Musikerheim) begonnen. Die Eröffnung fand am Palmsonntag 1954 statt. Am 9. Juni erfolgte ein Kardinalsgesuch in Götzendorf
1955 15. Mai – Unterzeichnung des Staatsvertrages.
In der Landwirtschaft hält die moderne Zeit ihren Einzug. Die ersten Mähdrescher wurden eingesetzt.
1956 erhielt die Landeshauptstraße 17 bis zur Grenze Spannbergs eine Asphaltdecke.
1957 Gründung der Tiefkühlgenossenschaften in Götzendorf (Winterzeile) und Velm. Am Loidesthalerbach erfolgte der Abbruch der Wehr. Die Gemeindekanzlei in Velm wurde einer Visitation durch den Bezirkshauptmann unterzogen. Die Winterzeile wurde geschottert und in Velm wurde die Straßenbeleuchtung erweitert. Das Holzkreuz im Friedhof wurde erneuert.
1958 wurde die Kommassierung in Götzendorf abgeschlossen. Die Tiefkühlgemeinschaft in Götzendorf (Hauptstraße) wurde gegründet.
Das ehemalige Burschenheim war zu einem Kindergarten umgebaut worden. Im Mai erfolgte die Eröffnung desselben.
1959 erfolgte die Erweiterung der Straßenbeleuchtung in Richtung Waidendorf.
1960 Weihbischof Dr. Franz Jachim führte eine Visitation unserer Pfarre durch. Die Volksschule wurde renoviert.
1961 erfolgten die ersten gemeinsamen Sitzungen der Gemeinderäte von Velm und Götzendorf.
1962 legte der Gemeinderat von Götzendorf das Gast- und Schankrecht zurück, da es seit 1945 kein Gemeindegasthaus mehr gab. Die Klause wurde gepflastert.
1964 erfolgte die Ortsriedvermessung in Götzendorf.
1965 fanden erste Besprechungen über eine Gemeindezusammenlegung von Velm und Götzendorf statt. In Velm wurde der Sulzbach teilweise reguliert. Die Volksschule wurde umgebaut (Stiegenhaus). Der Auftrag für die Erstellung eines Projektes für die Kanalisation wurde erteilt.
1966 am 26. Jänner fand eine Sitzung des Gemeinderates von Velm und Götzendorf im Kinosaal statt. Dabei wurde der freiwillige Zusammenschluss der beiden Gemeinden mit Wirkung vom 1.1.1967 beschlossen. Dem Musikverein wurde am Kellerberg ein Baugrund für die Errichtung eines Pavillons zur Verfügung gestellt. Die Planungsarbeiten für ein neues Gemeindeamt begannen. Der Gendamarieposten in Götzendorf wurde geschlossen.
1967 wurden die Ortsstraßen neu benannt und auch die Hausnummern neu eingeteilt. Der Zubau an die Volksschule wurde in diesem Jahr vollendet. Mit dem Bau des Gemeindeamtes wurde begonnen (nach Abbruch des ehemaligen Gasthausschuppens). Am 13. April gab es ein schweres Unwetter, das großen Schaden im Ort anrichtete.
1968 wurde die Grundzusammenlegung in Velm beendet und die Gemeinde übernahm das Wegenetz. In Götzendorf wurde die Loidesthaler und die Hofbachbrücke erneuert. Auch wurde mit dem Bau des Wählamtes begonnen.
1969 wurde der erste Bauabschnitt für den Kanal an die Firma Them vergeben. In der Sitzung vom 29. April verlieh der Gemeinderat Herrn Franz Rauscher für besondere Verdienste um die Ortsgeschichtsforschung die Ehrenbürgerschaft von Velm-Götzendorf. Die Ortsbeleuchtung wurde erneuert und die Straße von der Brückenwaage zur Winterzeile asphaltiert.
1970 wurde die Straße auf der Winterzeile mit einer Asphaltdecke versehen.
1971 erfolgte eine Neutrassierung der Landeshauptstraße 17 in unserem Ortsgebiet. Dadurch entstand ein neuer Straßenzug (Landstraße).
1972 fand die Gemeindezusammenlegung Velm-Götzendorf – Spannberg statt. Ab diesem Zeitpunkt war Herr Karl Wiesinger Bürgermeister der Großgemeinde. Die 3 Milchgenossenschaften wurden aufgelöst und zu einer Genossenschaft vereinigt, da immer weniger Milch angeliefert wurde. Das ehemalige “Spritzsprühhaus” wurde aus diesem Grund zu einem Milchkühlhaus umgebaut.
1973 am 24. April verunglückte Pfarrer Franz Dopona in Waidendorf tödlich. Die aus der CSSR eingeschleppte Maul- und Klauenseuche breitete sich rasch im Bezirk Gänserndorf und angrenzenden Bezirken aus. Der Viehbestand unseres Ortes wurde durch die Krankheit schwer dezimiert. Viele Landwirte stellten daraufhin die Viehzucht total ein. Ein kleiner Teil spezialisierte sich in der Folgezeit.
1974 wurde die Hauptstraße asphaltiert.
1975 wurde der Anger (Landstraße) neu parzelliert und die Bauplätze zum Verkauf angeboten. Die Volksschule Velm-Götzendorf wurde geschlossen. Die Kinder unseres Ortes besuchen seitdem die VS in Spannberg.
1976 erfolgte der Baubeginn der ersten Häuser an der Landstraße. Der Obere Damm und die Ebenthalerstraße erhielten eine Asphaltdecke. Das Schwimmbad wurde zugeschüttet und darauf ein Spielplatz für den Kindergarten errichtet. Die Müllabfuhr wurde eingeführt.
1977 sind alle Zufahrtsstraßen in unserem Ort staubfrei, nachdem die Loidesthalerstraße asphaltiert worden war. Am Kanal wurde ständig weitergearbeitet. Der Sportplatz in der heutigen Form wurde angelegt. Das ehemalige Kino wurde der Waidenbachtaler Heimatkapelle auf die Dauer von 99 Jahren verpachtet.
1978 am 11. Juni, weilte Kardinal Dr. Franz König, anlässlich einer Besuchsreise durch das Dekanat Zistersdorf, in unserer Gemeinde. Einige Wochen später, am 24. Juli, zerstörte ein durch einen Kurzschluss ausgelöster Brand das Dach der Kirche vollständig. Auf der Landstraße wurde die Straßenbeleuchtung installiert. Im Herbst wurde das neue Feuerwehrauto geliefert.
1980 Die Asphaltierung der Wege ging weiter; (Unterer Damm, Friedhofberg, Oberer Damm und Feldstraße).
1981 Volkszählung: In Velm-Götzendorf stehen 382 Wohnhäuser, davon werden 361 bewohnt. In unserem Ort leben 804 Personen (in Götzendorf 546 und in Velm 258)
1982 Die Ortswasserleitung wurde fertiggestellt. Im Mai wurde die Kirche nach dem Brand wieder neu ausgemalt.
1983 Der Belag der Götzendorfer Winterzeile wurde neu hergestellt, nachdem im Zuge der Kanalarbeiten die alte Straße zerstört worden war. Der Neubau der Sulzbachbrücke auf der Ebenthalerstraße wurde vollendet.
1984 FF Hau – Baubeginn
1985 Ein extrem kalter Winter richtete in den Weinkulturen schwerste Schäden an. Im Schnitt wurde etwa nur 10% einer normalen Ernte eingebracht.
1986 An der hiesigen Pfarrkirche wurde mit der Außenrenovierung begonnen. Die Kläranlage des Sulzbach Abwasserverbandes wird eröffnet. In diesem Jahr ging auch der Kanalbau zu Ende (Baubeginn 1969). Es waren in unserer Gemeinde 12.000 lfm Kanal verlegt worden.
1987 Die Turmuhr der Pfarrkirche wurde erneuert (Zeiger, Ziffernblatt und Uhrwerk). Hochwasserschutzbau am Kellerberg entsteht. Im April legte Karl Wiesinger sein Amt als Bürgermeister zurück. Neuer Bürgermeister der Großgemeinde wird Josef Möstl.

Quelle: 850 Jahre Velm-Götzendorf 1137 – 1987 (Herausgeber: Gemeinde Spannberg – Velm-Götzendorf)